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| 36 Elemente | ||||
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Eröffnung
und
Eröffnung
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Der Besuch und die Mitfeier der heiligen Messe gehört für uns als Christen ganz selbstverständlich zu den Grundelementen unseres Glaubens. Doch gerade weil es so selbstverständlich ist, macht man sich oft nicht viele Gedanken darüber, was in der heiligen Messe eigentlich geschieht. Aus diesem Grund sollen die einzelnen Elemente des Gottesdienstes und ihre tiefere Bedeutung auch bei der heiligen Messe selbst kurz vorgestellt werden. Dazu wird jeweils unmittelbar vor dem entsprechenden Element eine kurze Einführung verlesen. Eröffnung1. Der Altarkuss Die Messe beginnt nicht mit einer Begrüßung der Anwesenden
oder mit einem Kreuzzeichen. Die Messe beginnt damit, dass sich der Priester
direkt und wortlos zum Altar wendet und diesen mit einem Kuss begrüßt. 2. Das Kreuzzeichen Wenn es eine Geste und ein Gebet gibt, das den Gläubigen kennzeichnet,
dann ist es wohl das Kreuzzeichen. Bei der Taufe bezeichnen Priester,
Eltern und Paten die Stirn des Kindes mit dem Zeichen des Kreuzes, die
letzte Ehre, die man einem verstorbenen Christen erweist, ist das Kreuzzeichen
über dem Sarg. Das Leben jedes Christen spielt sich ab zwischen Kreuzzeichen. 3. Die Begrüßung der Gläubigen 4. Das Allgemeine Schuldbekenntnis Nach der Begrüßung ruft der Priester alle Gläubigen auf, gemeinsam mit ihm das Schuldbekenntnis zu beten. Das Schuldbekenntnis ist ein Bußakt, eine Vorbereitung auf den Wortgottesdienst sowie auch auf die Eucharistiefeier. Wir rufen die selige Jungfrau Maria und alle Engel und Heiligen dazu auf, um bei Gott Fürsprache für uns arme Sünder einzulegen. Zunächst sollen wir uns besinnen und in uns hineinhorchen, dass wir in Gedanken, Worten und Werken gesündigt haben. Wenn wir beten "Meine schuld, meine Schuld, meine große Schuld" klopfen wir uns dreimal schuldbewusst an die Brust. Wir bitten Gott inständig um Verzeihung und Vergebung. Durch die Gegenwart des Herrn wird uns bewusst, dass wir vor dem Allmächtigen gesündigt haben. Um Gottes Nähe besser spüren zu können, sollen wir uns von allem Bösen befreien. Wir bereiten uns mit dem Bekenntnis unserer Schuld vor, auf das Hören des Wortes Gottes und auf die Feier der Eucharistie. 5. Das Kyrie "Herr, ein Huldigungsruf, der sich an den Sieger über den Tod richtet. Wir dürfen als Gläubige an diesem Sieg teilhaben. Das "Herr erbarme dich" ist erbarme dich": Das ist der Gruß der gläubigen Gemeinschaft, sie richtet sich an den, der als Erlöser und Befreier empfangen wird, an Jesus Christus. Dieser Befreier wird sich um das Los des Menschen kümmern, der sich seiner Schwäche, seiner Hilfsbedürftigkeit und seines Hungers nach Frieden bewusst ist. Das Kyrie ist viel mehr als eine flehende Bitte um Erbarmen, es ist an erster Stelle daher ein Ruf zu Christus, dem Auferstandenen, der seinen Einzug in die gläubige Gemeinschaft hält. 6. Das Gloria Das Gloria ist ein großer Lobgesang auf Gott, den Vater, und auf
seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus. Das Lied der Engel, das bei der
Geburt Christi erklang, bildet den ersten Teil des Gloria. 7. Das Tagesgebet Im Tagesgebet der Messfeier fasst der Priester die Gebete aller Versammelten
zusammen. Es ist Zusammenfassung und Höhepunkt des Eröffnungsritus. 8. Das Lektionar Im Christentum hat man durch alle Jahrhunderte hindurch eine große
Ehrerbietung gegenüber dem geschriebenen Gotteswort in der Bibel
bewahrt. 9. Die Heilige Schrift in der Messfeier Wenn wir Christen uns am Sonntag in der Kirche versammeln, wollen wir
aus der Heiligen Schrift das Wort Gottes hören. 10. Unsere Bereitschaft zu hören Der Wortgottesdienst in der Messe ist ein ständiger Dialog zwischen Gott und dem Gläubigen: Gott spricht und der Mensch antwortet auf Gottes Wort. Das erfordert von jedem, der Liturgie feiert, die Bereitschaft zum Hören. Denn in der Liturgie geht es viel mehr um das, was Gott uns zu sagen hat und was er für uns tut, als um das, was wir Gott zu sagen haben und was wir für ihn tun. Liturgie feiern ist zu allererst: Gott zu Wort kommen lassen. In den Lesungen spricht Gott selbst zu uns. Darum muss unsere Haltung ungeteilte Aufmerksamkeit und Bereitschaft zum Hören sein. Die Lesung des Gotteswortes ist heilig: Gott sagt uns, wer er ist, was er für uns tut und was er von uns erwartet. 11. Halleluja – Ruf vor dem Evangelium Der Wortgottesdienst erreicht seinen Höhepunkt und seine eigentliche
Mitte in der Verkündigung des Evangeliums. Die unmittelbare Vorbereitung
darauf bildet der Ruf vor dem Evangelium: 12. Das Evangelium Das Wort des Evangeliums ist der Mittelpunkt der gesamten Heilsgeschichte.
In der Liturgie wird dies auch durch die Riten ausgedrückt, die die
Verkündigung des Evangeliums umgeben: das Kreuzzeichen auf Buch,
Stirn, Mund und Brust, der Weihrauch und der Kuss des Evangeliars. 13. Die Homilie Nach den Lesungen aus der Heiligen Schrift ergreift der Priester, der
in der Liturgie in seiner Person den Herrn vergegenwärtigt, das Wort
um Christi Wort zu verkünden und auszulegen. 14. Das Glaubensbekenntnis Nach der Predigt sprechen wir das Glaubensbekenntnis. Ein wichtiger Bestandteil des Taufsakramentes ist das Glaubensbekenntnis. Auch bei hl. Kommunion, Firmung und in der Osternacht erneuern wir unseren Glauben, in dem wir dreimal antworten: "Ich glaube". Dieser Glaube ist die Grundlage für die Zusammenkunft, das Fundament der Eucharistiefeier. Seit der Taufe sind wir Kinder Gottes, Mitglieder seiner Familie, der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Das Credo ist eine Zusammenfassung der Heilskunde. Wir wollen damit zeigen, dass wir das Wort der Schrift in der Kirche angenommen haben und Zeugnis davon geben, wenn wir alle gemeinsam das Glaubensbekenntnis beten. 15. Die Fürbitten Die Fürbitten sind gleichsam die natürliche Konsequenz der
vorausgegangenen Teile des Wortgottesdienstes. Gott selbst hat erklärt,
dass er uns alles geben werde, was wir nötig haben. Daher dürfen
wir Gott unsere Anliegen und Nöte im Einzelnen vorlegen.
Gabenbereitung16. Altar - Tisch des Herrn Während der Wortgottesdienst weitgehend vom Ambo aus gehalten wurde,
wird in der Eucharistiefeier nun der Altar zum Zentrum des liturgischen
Handelns. 17. Anbetung als Grundhaltung Während im Wortgottesdienst die Bereitschaft, auf das Wort Gottes zu hören, im Mittelpunkt stand, so tritt in der Eucharistiefeier die Anbetung in den Vordergrund. In der Eucharistie wird Christus persönlich gegenwärtig. Die aktive Teilnahme der Gläubigen an der Eucharistiefeier ist nur dann möglich, wenn der äußeren Teilnahme auch die innere Haltung entspricht. Diese Haltung ist die Anbetung des Leibes Christi, der uns als Speise und Heil gegeben ist. 18. Die Gaben: Brot und Wein Zu Beginn der Gabenbereitung wird der Tisch des Herrn bereitet: Kelch
und Patene, Corporale und Purifiaktorium werden zum Altar gebracht, danach
Brot und Wein. 19. Kollekte und Händewaschung Das Fürbittgebet für die Nöte der Kirche und der Welt wird bekräftigt durch unseren Beitrag zur Kollekte, die für die Armen und für allgemeine Bedürfnisse der Kirche bestimmt ist. Das Rundgehen mit dem Sammelkörbchen beweist, dass jeder, der bei Christus sein will, auch tatsächlich an Christi Sorge für die Armen und Notleidenden teilnehmen kann. Früher bestand diese Kollekte im Einsammeln von Naturalien, die an die Armen und Notleidenden verteilt wurden. Ein Teil dieser Gaben Brot und Wein wurde anschließend für die Messfeier verwendet. Heute bringen die Ministranten Brot und Wein zum Altar. Bei festlichen Gottesdiensten geschieht dies auch in einer Gabenprozession durch andere Personen. Nachdem der Priester die Gaben in Empfang genommen hat, wäscht er seine Hände. Früher war die Händewaschung eine einfache Notwendigkeit nach dem Einsammeln der Gaben. Heute hat sie einen tieferen Sinn. Sie wurde zum Zeichen der inneren Reinigung aus Ehrfurcht gegenüber Christus 20. Gabengebet Die Einladung zum Gabengebet ist umfassender als das einfache „Lasset
uns beten ...“ Es sind Ziel und Inhalt vorgegeben. Der Priester schickt
das Gebet der Gläubigen auf den Weg zu Gott. Die Gaben sind bereitet.
Das Opfer wird nun dargebracht. Jesus Christus kommt zu uns. Wir beten
zu Gott, dass er unser Opfer annehme und mit Wohlgefallen auf uns schaue.
"Betet, Brüder und Schwestern, dass mein und euer Opfer Gott,
dem allmächtigen Vater, gefalle."
Hochgebet21. Hochgebet Im Zentrum des Hochgebetes stehen die Einsetzungsworte. Christus selbst
hat beim Letzten Abendmahl seinen Aposteln den Auftrag gegeben, stets
zu wiederholen, was er an jenem Abend tat. 22. Danksagung Wenn wir beten, legen wir Gott oft eine Liste mit unseren Anliegen und Nöten vor, ein dringendes Flehen zu Gott, dass er uns gibt, was wir angeblich so sehr benötigen und so leidenschaftlich verlangen. Die Liturgie der Kirche hat Verständnis für unser Bittgebet. Aber die Kirche weiß, dass es nicht das wichtigste Gebet sein darf. Das wahre Gebet im Geist beginnt mit dem Verkünden von Gottes Größe und Heiligkeit, seiner Güte und väterlichen Fürsorge. In der Präfation wird der Grund für die tiefe Dankbarkeit genannt. Im Mittelstück der Präfation erfahren wir den besonderen Grund des Lobens und Dankens, der in den Großtaten Gottes in der Heilsgeschichte deutlich wird. 23. Sanctus Wenn wir das Sanctus singen oder beten, bekennen wir die Herrlichkeit
unseres Herren. Das Heilig, heilig, heilig knüpft dabei an dem Gesang
der Engel an. Die Gemeinde übernimmt den Lobgesang der Engel und
erkennt damit ehrfürchtig die Heiligkeit Gottes an. 24. Epiklese In der Epiklese bittet der Priester Gott, die dargebrachten Gaben zu heiligen, indem er seinen Heiligen Geist auf sie herabsendet. Auf diese Weise werden aus Wein und Brot der Leib und das Blut seines Sohnes Jesus Christus. Dies ist kein menschliches, sondern ein göttliches Werk. Der Priester ist dabei nicht nur Vertreter der versammelten Gläubigen, sondern er ist der Vertreter von Christus selbst. In dessen Person vollzieht er die Heiligung der Gaben. 25. Wandlung Einsetzungsbericht und Wandlung bilden den Kern des eucharistischen Hochgebetes. Durch Christi Worte und Tun wird das Opfer vollzogen, das der Herr beim Letzten Abendmahl eingesetzt hat, da er seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten von Brot und Wein darbrachte und zugleich den Auftrag gab, dieses Mysterium weiter zu begehen. Durch den Einsetzungsbericht und die Wandlungsworte werden Brot und Wein geheiligt und dadurch zu den Gestalten erhoben, in denen Christus selbst zugegen ist. Dies ist ein großes Geheimnis der unendlichen Liebe Christi. Hier gewinnen wir Zugang zum Neuen Bund, den Christus geschlossen hat. 26. Geheimnis des Glaubens Nach der Wandlung ruft der Priester: „Geheimnis des Glaubens!“, denn
die Wandlung ist und bleibt ein großes Geheimnis, das Geheimnis
des Glaubens schlechthin. Der menschliche Verstand wird dieses Geschehen
niemals erforschen und erklären können. Allein die demütige
Anbetung ist die angebrachte Haltung und der Priester zeigt dies, indem
er nach den Wandlungsworten niederkniet. 27. Anamnese "Tut dies zu meinem Gedächtnis" hatte der Herr beim Letzten Abendmahl gesagt. Aber es bleibt nicht beim Gedächtnis an das Abendmahl, sondern beim Gedächtnis an Jesus selbst. Wer den Wiederholungsauftrag des Herrn befolgen will, muss dies im Gedächtnis an Christi Menschwerdung und sein Ostermysterium tun. Hier erfüllt die Kirche den Auftrag, den sie von Christus und den Aposteln erhalten hat: das Gedächtnis an Christus zu feiern. Wenn wir seines Todes und seiner Auferstehung gedenken, ist Christus selbst bei uns gegenwärtig. 28. Oblatio Das Hochgebet enthält eine Aufopferung der heiligen Gaben "zum
Gedächtnis" an das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi. 29. Fürbitten im Hochgebet Im eucharistischen Hochgebet preisen die Gläubigen Gott wegen seiner göttlichen Größe und Güte. Sie danken ihm für die Schöpfung der Welt, für die Erlösung durch seinen Sohn. Im eucharistischen Hochgebet spricht die Kirche ihre Bitten aus, weil Jesus Christus für sie bei seinem Vater spricht. Der Papst und der Ortsbischof werden namentlich genannt als konkrete Führer der Kirche in Christi Namen. So wird die Verbundenheit der Gläubigen mit den Bischöfen und dem Papst zum Ausdruck gebracht. Der Priester legt Fürbitte ein für alle Gläubigen, die Lebenden und die Verstorbenen, denn das Opfer, das dargebracht wird, soll Erlösung für die Kirche und die ganze Welt bedeuten, damit alle, Lebende und Verstorbene, einst in sein Reich eingehen. 30. Schlussdoxologie Der Abschluss, in dem der Wesenskern des christlichen Gebetes deutlich wird, ist die Schlussdoxologie des Hochgebetes. Doxologie bedeutet Lobpreis. Der Lobpreis ist an Gott den Vater gerichtet. Christus ist derjenige, durch den der Mensch Gott erreichen kann und durch Christus spricht Gott zu uns. Das große Heilsgeschehen vollzieht sich in der Kraft des Heiligen Geistes. Er ist der Geist, der die Kirche beseelt und eins macht. Der Lobpreis Gottes ist eine Verherrlichung der drei göttlichen Personen, in bezug auf das Heil, das Gott seiner Kirche schenkt. Kommunionfeier und Abschluss31. Das VaterunserNach dem Hochgebet wird das Gebet des Herrn, das Vaterunser, gesprochen.
Dabei ist sich die Gemeinde der sakramentalen Gegenwart Christi bewusst
und sie weiß, dass im Vaterunser Jesu eigene Worte erklingen. 32. Friedensgruß Mit den Worten "der Friede sei mit euch" erbittet der Priester
im Namen der Gläubigen Frieden und Einheit für die Kirche und
für die gesamte Menschheit. Die Teilnahme an der Kommunion ist nicht nur die persönliche Vereinigung mit Christus, sondern auch mit der Gemeinschaft, die um den Altar versammelt ist. 33. Brechung und Mischung Das Brotbrechen wurde von Christus beim Letzten Abendmahl vollzogen und gab in der apostolischen Zeit der ganzen Eucharistiefeier den Namen. Das Brechen des Brotes hat nicht nur eine praktische Bedeutung, sondern zeigt, dass wir alle in der Kommunion von dem einen Brot des Lebens essen, das Christus ist. Während der Priester das Brot bricht und einen Teil davon mit dem heiligen Blut vermischt, wird das "Agnus Dei" gesprochen oder gesungen. 34. Kommunion - Leib Christi - Amen In der Kommunion empfängt der Gläubige den Leib und bei besonderen
Anlässen auch das Blut des Herrn. 35. Danksagung und Schlussgebet Die Danksagung als das vorherrschende Element der Messfeier hat besonderes Gewicht, wenn man das kostbarste Gut auf Erden persönlich empfangen durfte: Jesus Christus. Nach dem Empfang der Kommunion empfiehlt es sich, eine Zeitlang still zu beten um zu danken. Man kann auch einen Hymnus, einen Psalm oder anderen Lobgesang gemeinsam singen. Nach dem persönlichen Danken und Bitten des Einzelnen, fasst der Priester unser aller Gebet zusammen und bringt es vor Gott. Im Schlussgebet bittet der Priester, dass die Feier des Mysteriums Frucht bringe. Es ist nicht nur der Abschluss der Gebetsstille, es ist auch eine Zusammenfassung und Abschluss der gesamten Liturgie. 36. Gruß - Segen - Entlassung Am Ende der Messfeier richtet sich der Priester an die Gläubigen
und beauftragt sie mit dem Segen Gottes hinauszugehen.
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