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| Gestaltet
wurde der Schöpfungsweg anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Pfarrkirche St.
Dionysius Neunkirchen im Jahre 2010 |
Es
wurde hell - der Urknall
Im Bild dargestellt ist ein vollständiger Regenbogen,
dessen Licht vom Unsichtbaren ins Sichtbare und wieder ins Unsichtbare wechselt.
Dazu auch die Farben Gold und Silber, die nicht im Regenbogen enthalten sind.
| Am
Anfang sprach Gott: werde. Es wurde hell - der Urknall. Mit einem einzigen
Wort wurde alles: Das All, die sichtbare und die unsichtbare Welt. Auf diese
Weise entstand der Dualismus in der Welt: hell - dunkel, heiß - kalt, gut - böse.
Die Schöpfung ist statisch und dynamisch zugleich, sie hat die Fähigkeit
bekommen, nicht stehen zu bleiben, sondern sich weiter zu entwickeln.
Meditation
Die
Kraft, sich voran zu entwickeln, heißt aber auch die Fähigkeit, sich zurück zu
erinnern an seinen Schöpfer - an Gott. Der Geist Gottes, seine Schöpfungskraft,
durchzieht das All, er ist über-all, er atmet in allem. So kann Gott auch in allen
anderen Galaxien anwesend sein und erkannt werden. |
Ein
gigantischer Lobpreis Gottes
Im
Bild dargestellt ist eine Spiralgalaxie und an deren Rand eine Sonne und eine
werdende Erde. | Aus
dem Ungeformten entstanden Strukturen, Galaxien, Sonnensysteme, Sonnen, Planeten,
Horizonte. Wasser trennte sich vom Land. Die Erde war noch wüst und leer.
Doch täg-lich wurde es hell und dunkel, und die Sonnenauf- und Untergänge waren
damals wie heute wunderschön: ein gigantischer Lobpreis Gottes, ihres Schöpfers.
Meditation
Immer, wenn du ergriffen wirst von der Schönheit
der Schöpfung: dann erinnerst du dich an Gott, ihren Schöpfer. Deine Seele
preist ihren Schöpfer und nimmt teil an der Größe des Herrn. |
Entstehung
des Lebens
Im Bild dargestellt sind Bakterien, Viren und ein Pilz, allesamt
Lebewesen, die wir als Krankheits-erreger kennen. | Es
entstand aus der der Materie innewohnenden Kraft der Schöpfung: Leben.
Und es regte sich überall: im Wasser, auf dem Land, in der Luft. So entwickelten
sich Lebewesen, die so unglaublich phantastisch sind, dass unsere menschliche
Phantasie nicht ausreichen kann, die der Materie innewohnende schöpferische Fähigkeit
zu übertreffen. Meditation
Der Mensch mag erfinderisch sein, aber er wird den
Schöpfer der Phantasie niemals erreichen oder ersetzen können. Und ist
es nicht ein Wunder, wie aus der un-belebten Materie Lebendiges wurde?
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Entwicklung
des Lebens 
Im
Bild dargestellt sind einerseits die wunderbare Schöpfung und andererseits die
Grausamkeit, mit der der Mensch opfert, um etwas zu erreichen. |
Es
entwickelte sich der Mensch. Er begann, über die Pflanzen und Tiere zu herrschen
und sie sich nutzbar zu machen, er vermehrte sich über die ganze Erde und machte
sie sich untertan. Und die Materie in seinem Kopf begann, Gedanken hervorzubringen,
nachzudenken, sich wie von selbst zu erinnern an den, der die ganze Schöpfung
in Gang gebracht hatte. Der Mensch wollte mit Gott in Kontakt treten.
So brachte er ihm Opfer dar. Meditation
Warum brachte der Mensch seinen Göttern Opfer dar? Nur, um
ihnen zu danken? Vielmehr wollte er seinen Gott durch eine Gabe gnädig stimmen,
seine Wünsche zu erfüllen. Er versuchte, seinen Gott zu gebrauchen, er führte
Gott in Versuchung. Aber lässt sich Gott gebrauchen, manipulieren? |
Selbstbestimmung
des Menschen
Im
Bild dargestellt ist der Mensch, wie er die Menschheit von jeher brutal unterwirft.
Und im Spiegel sehen wir uns selber. Das Bildmotiv ist der Narmer-Palette nachempfunden.
| Dann
war der Mensch so weit, dass er so sein wollte wie Gott. Er selbst wollte
über andere Menschen herrschen, bestimmen über Leben und Tod, er wollte für andere
Menschen Schicksal spielen. Er ließ sich selber anbeten und verherrlichen.
Aber er wurde nicht göttlich, sondern teuflisch.
Meditation Wen sieht der
Mensch, wenn er sich zu Gott macht? Doch nur sich selbst. An die Stelle der Liebe
zu den Menschen tritt die Gier nach Macht und Geld, der Mensch macht alles - für
Geld. Sah Gott, dass die Entwicklung nicht mehr gut war? |
Der
Tod ist nicht das Ende
Im
Bild dargestellt ist die Auferstehung Jesu. Sie ist der neue Urknall, der Beginn
einer neuen Schöpfung, dargestellt in den Farben des Regensbogens. | In
die Brutalität der Menschheit kam ein Mensch, der konnte mit Gott in Dialog treten
und "mein Vater" zu ihm sagen. Er konnte seine Pläne erkennen und wollte seinen
Willen erfüllen, indem er begann, das Reich Gottes, das Reich des Friedens und
der Liebe auf Erden zu errichten. Er lebte das wahre Abbild Gottes auf
Erden und wurde so das Mensch-gewordene Wort Gottes. Doch das passte den menschlichen
Göttern nicht. Aber Gott zeigte: seine Liebe macht vor dem Tod nicht
halt, sie ist stärker als der Tod. Der Tod ist nicht das Ende.
Meditation Dem Egoismus, der Willkür,
dem Hass der Menschen setzt Jesus seine Frohe Botschaft entgegen: Das Reich Gottes,
der Friede den Menschen auf Erden, ist machbar. Ist uns das noch bewusst? |
Der
Mensch ruht nie
Im
Bild dargestellt sind viele kleine Flammen, die vom Kreuz ausgehen, in die Dunkelheit
eindringen und sie immer mehr erhellen. | Der
Mensch ruht nie. Ihm gefiel vieles nicht. Er begann, die Welt zu verändern: mehr
Nahrung, mehr Energie, mehr Wärme, mehr Geld, mehr Wirtschaft. Und während er
dies alles selber machte, dachte er, Gott sei tot. Er vergaß Gott einfach. Die
Erinnerung an Gott erlosch. Der siebte Tag verging und es wurde wieder
Nacht. Meditation
Doch auch in der Gottesnacht weht der Geist Gottes. Du kannst ihn spüren,
wenn du es willst. Er spricht: werde - und du wirst ein Licht gegen die
Dunkelheit. Und du kannst andere Lichter entzünden. Mit deiner Wärme kannst du
die Tränen trocknen. |
| Zur
Entstehung des Schöpfungsweges |
| Im
Gespräch mit einem 13jährigen Mädchen erfuhr ich etwas über ihre Probleme mit
der Bibel. Sie könne nicht mehr an das glauben, was im Alten Testament stehe.
Speziell ging es dabei um die Schöpfungsgeschichte. Es habe sich doch nie so zugetragen,
wie es in der Bibel stehe, so mit der Erschaffung der Welt in 6 Tagen, wo sie
doch in der Schule etwas ganz an-deres gelernt habe, mit dem Beginn des Weltalls
in einem Urknall, mit der Evolution, und das alles in so 12 Milliarden Jahren
und nicht in 6 Tagen. Das war für mich der Anlass, nachzudenken. Sind die Grundaussagen
der Bibel zur Entstehung der Welt bis zum Menschen wirklich im Gegensatz zu den
Erkenntnissen der modernen Wissenschaften? Der Schöpfungsweg ist nun die Synthese
aus Bibel und Naturwissenschaft! Und zugleich ergriff ich die einmalige Chance,
die Schöpfungsgeschichte bis in unsere Zeit weiter zu schreiben, wissen wir doch,
im Ge-gensatz zum Schreiber der Genesis vor ca. 2500 Jahren, wie die Evolution
vom Menschen bis zu Jesus weiter ging. |
Danken möchte
ich an dieser Stelle: Herrn Pfarrer Armin J. Spießl, der mir in der Gestaltung
des Schöpfungsweges freie Hand gelassen und mir die entsprechende Fläche an der
Friedhofsmauer zur Verfügung gestellt hat. Herrn Max Hofmann für die
fachmännische Befestigung der Mosaike an der Friedhofsmauer. Dr. Erich
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